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Entstehung, Funktion und Landschaftsbezug von Großsteingräbern, Grabenwerken und Siedlungen der Trichterbecherkulturen in der Region Haldensleben-Hundisburg
Sommer 2012

In der Ausgrabung von 2012 am Megalithgrab Küsterberg konnten die Architektur und die Genese des Grabes geklärt werden. Der Errichtungszeitpunkt wird sich anhand von Holzkohlen aus den Baugruben absolut bestimmen lassen, das geborgene Fundinventar (>2000 Einzelfunde) erlaubt Einblicke in die Bestattungsvorgänge und die Nutzungsdauer des Grabes.

Sommer 2011

Im Jahr 2011 wurde auf dem Grabenwerk Hundisburg-Olbetal eine große Fläche der erkennbaren Innenbesiedlung untersucht. Zwei weitere Schnitte fokussierten auf die Stratigrafie in den Gräben der neolithischen Grabenwerke und den sich innerhalb anschließenden Grubenkomplexen. Eine kleine Testfläche am Steilhang und drei Bodenprofile aus insgesamt 80 Bohrungen galten der Dokumentation der erkennbaren Erosionsprozesse.

Sommer 2010

Im August und September wird in sieben Wochen eine Fläche von 1.100 m² auf dem Grabenwerk am Olbetal untersucht. Befunde und Funde belegen eine mehrphasige befestigte Siedlung des Spätneolithikums (Bernburger Kultur).

September 2009

Megalithgrab Beberberg. Die geophysikalische Prospektion im Umfeld des erhaltenen Megalithgrabes weist potentielle Standorte weiterer, archivalisch belegter Grabanlagen aus. Das umliegende Gelände und das erhaltene Bodendenkmal werden tachymetrisch dreidimensional zur Dokumentation erfasst. Mit Sondageschnitten im erhaltenen Grab und den Verdachtsflächen werden der Hügelaufbau, die Befundart und die Erhaltung überprüft.

März 2010

Ein vermutetes Megalithgrab, dessen Spuren sich in der geophysikalischen Prospektion auf dem Beberberg im September 2009 andeuteten, wird durch einen Sondageschnitt überprüft.

Zeitgleich wird eine Datenaufnahme der Megalithgräber im Haldensleber Forst durch Begehung und Einmessung, Fotodokumentation und Beschreibung durchgeführt. Dies dient der Ergänzung und Überprüfung von Informationen aus älteren Aufnahmen, die in der Projektdatenbank erfasst sind.

Juli 2009

Mittelneolithische Grabenwerk oberhalb des Olbetals. In vier Tagen wird mit vier Personen eine Fläche von 5,2 ha geophysikalisch prospektiert. Im Ergebnis der visualisierten Messwerte zeigt sich ein mehrphasiges Grabensystem und zahlreiche Hinweise auf weitere anthropogene Bodeneingriffe (Siedlungsgruben). Alte und neue Lesefunde und typologische vergleiche zum Grabensystem weisen auf eine Datierung - zumindest eines Teils der Befunde - in das Mittelneolithikum.

Projektstart 2009

Im Sommer 2009 werden Prospektionsmaßnahmen im Arbeitsgebiet durchgeführt. Im Bereich des Erdwerks, östlich des Olbetals, wird im August die Befundlage mittels einer geomagnetischen Prospektion ermittelt.

Im September werden potentielle Standorte verschwundener Megalithgräber auf dem Beberberg mittels Geomagnetik erkundet und partiell und ergebnisabhängig durch Prospektionsschnitte die Befundlage ermittelt. Das bestehende Grab auf dem Beberberg wird vom Bewuchs befreit und durch dreidimensionale Vermessung erfasst. Die Umgebung dieses Grabes wird ebenfalls durch eine geomagnetische Prospektion untersucht. Ein in das Grab reichender Prospektionsschnitt soll vorläufige Erkenntnisse zum Erhaltungszustand des Grabes und möglicherweise datierendes Fundmaterial erbringen.

Parallel zu diesen Aktivitäten werden Megalithgräber im Haldensleber Forst begangen und vermessen, um den noch vorhandenen Bestand an Denkmalen zu erfassen und in einer Datenbank aufzubereiten. Dabei werden auch im Lidar – Airborne – Scan entdeckte Strukturen überprüft, ob es sich dabei möglicherweise um noch unbekannte, obertägig erhaltene Großsteingräber handelt.

In der Nachbereitung der Geländearbeiten werden die generierten Daten in einer Datenbank zusammengefasst und mit bestehenden Datensätzen ergänzt. Über eine GIS - Anbindung können die Ergebnisse, eingebettet in die umgebende Landschaft, graphisch dargestellt und miteinander in Verbindung gebracht werden.

Die hier gewonnenen Daten dienen der Konkretisierung der Fragestellungen für umfangreichere Untersuchungen im Sommer 2010.