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Entstehung, Funktion und Landschaftsbezug von Großsteingräbern, Grabenwerken und Siedlungen der Trichterbecherkulturen in der Region Haldensleben-Hundisburg

Geophysikalische Prospektion

Geophysikalische Prospektion auf dem Beberberg bei Hundisburg, Gem. Haldensleben.

Auf dem Beberberg nördlich von Hundisburg bei Haldensleben, Sachsen-Anhalt, ist ein Grabhügel erhalten. Zahlreiche Archivalien belegen, das vormals weitere neolithische Megalithgräber auf der Anhöhe gestanden haben. Hinzu kommen Grab- und Siedlungsfunde der späten Bronze und der Eisenzeit.

Mit der geophysikalischen Prospektion werden Strukturveränderungen im Untergrund, sofern sie eine unterschiedliche Magnetisierung aufweisen, sichtbar gemacht. Mit diesem Verfahren sollten die ehemaligen Standorte der zerstörten Megalithgräber im Umfeld des erhaltenen Grabes gefunden werden.

Die mit einem 4-Sonden-Magnetometer prospektierte Fläche von 24.000 m² zeigt nur wenige eindeutig anthropogene Befunde. Im Westen verläuft eine Wasserleitung, die durch ausgeprägte Dipole gut zu erkennen ist, im Osten prägt der kleinstückige Metallschrott eines zerfallenen Zaunes das Bild. Die erste Verdachtsfläche 40 m östliche des Grabhügels erbrachte eine massive, von Südosten kommende Rippe aus Grauwacke sowie Befunde der späten Bronzezeit und der Eisenzeit.

Von archäologischem Interesse sind zahlreiche kleine dunkle Flecken hohe Messwerte im Norden, die als Gruben angesprochen werden können. An diese schließen sich nach Osten Hinweise auf mindestens zwei, vermutlich bronzezeitliche Grabhügel an.