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Koordination

Die SPP-Datenbank

Die SPP-Datenbank stellt die zentrale Schnittstelle des Schwerpunktprogrammes dar. Sie ist einerseits Steuerungselement, andererseits Distributionswerkzeug. Der Datenbankserver steht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Nach Ablauf des SPP wird die Datenbank durch das Deutsche Archäologische Institut (DAI) weiter gesichert werden. Hierzu ist die Einbindung in die bereits in Arbeit befindliche Datenarchivierungsstruktur des DAI geplant, womit eine nachhaltige Sicherung der Daten gewährleistet ist.

Die SPP-Datenbank ist der Ort der Datenzusammenführung und des Datenaustausches. In diesem Rahmen bietet das Projekt Koordination den notwendigen Service für die Teilprojekte des SPP in Bezug auf Datenverwaltung und Datenstatistik.

Es handelt sich um eine GIS-basierte relationale Datenbank, die die erhobenen Proxydaten aus den Teilprojekten in standardisierter Form aufnimmt, miteinander verknüpft und den Mitgliedern des SPP zur Verfügung stellt, wobei die Regeln der Urheber- und Publikationsrechte die Grundlage darstellen.

Der Datenbankserver wird in dem frei verfügbaren System PostGreSQL programmiert werden, das sowohl in der Universität Kiel als auch im DAI bereits benutzt wird. In dieses System soll ein GIS integriert werden.

Über die Form der Standardisierungen ist auf dem Kick-Off-Meeting und den ersten Arbeitstreffen entschieden worden. Für die formalisierte Aufnahme der materiellen Kultur stehen bereits für die umfangreichsten Materialgattungen die Aufnahmesysteme NoNeK (Nordmitteleuropäische Neolithische Keramik) und das Silexartefakte-Aufnahmesystem SDS (Systematische Datenaufnahme für Steingeräte) zur Verfügung, die von einer Arbeitsgruppe der Universität Kiel und des Archäologischen Landesmuseums Schloss Gottorf in Schleswig unter der Leitung von Dr. Doris Mischka entwickelt worden sind und seit einigen Jahren verwendet werden.

Entsprechende Aufnahmesysteme für weitere Materialkategorien sind wesentlich weniger umfangreich und orientieren sich an den in der Literatur üblichen Kategorisierungen. Beispielsweise wurde für die Aufnahme der Megalithgräber ein eigenes Aufnahmesystem entwickelt (MegaForm). Diese Formalisierungen auszuarbeiten und auf den entsprechenden Arbeitstreffen zur Diskussion zu stellen ist Aufgabe des Projektes Koordination, in Zusammenarbeit mit den Projekten zu Bevölkerungsdichte und Kommunikationsstrukturen.

Weitere Bestandteile der SPP-Datenbank sind naturwissenschaftliche Daten, d.h. Radiokarbondaten, archäozoologische, archäobotanische, archäometrische (Spurenelemente, Isotopen) Daten, sowie Daten der Molekular- und Humanbiologie, die die ebenfalls eine Formalisierung benötigen, ebenso wie Daten aus dem Bereich der Paläoökologie sowie der Untersuchungen zu Paläoböden, Relief und Klima, um sie im Arbeitsprozess des SPP implementieren zu können. Speziell die archäobotanischen Daten werden mit Hilfe des Programms ArboDat des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen/Wiesbaden aufgenommen und ausgewertet.

Struktur der Projektdatenbank
Struktur der Projektdatenbank