Sie sind hier: Die Projekte / Differenzierung von Landwirtschaft und Umwelt / Laufende Arbeiten
Differenzierung von Landwirtschaft und Umwelt als Grundlage früher Monumentalität im Neolithikum Norddeutschlands

Laufende Arbeiten

Pollenanalyse

Die durchgeführten Analysen können drei Arbeitsbereiche mit unterschiedlichen räumlichenSkalenbezügen (off-site, near-site und on-site Untersuchungen) gegliedert werden:

Off-site Untersuchungen umfassen die Analyse und Auswertung von Archiven die Entwicklungen auf einer regionalen Ebene widerspiegeln, d.h. Seen oder Moore mit einem hohem Anteil an regionalem Polleneintrag.

Near-site Analysen beziehen sich auf natürliche Archive in unmittelbarer Nähe von archäologischen Fundstellen. Diese sollen eine lokale Rekonstruktion der Siedlungs- und Landnutzungsgeschichte ermöglichen.

On-site Proben stammen aus direktem archäologischem Kontext (z.B. Grubenverfüllungen oder fossile Bodenhorizonte) und spiegeln in der Regel nur kurze und sehr lokale Entwicklungen wider.

Off-site Untersuchungen
Zeitungsartikel
Zeitungsartikel

Gemeinsam mit den Arbeitsgruppen ‚Klima- und Umweltentwicklung’ (Dreibrodt/Bork/Brauer) sowie ‚Mittelholozäne Klimavariabilität’ (Schneider/Weinelt) wurden Anfang August 2009 Bohrungen in zwei jahresgeschichteten Seen durchgeführt (siehe Zeitungsartikel rechts). Dieses waren der Poggensee bei Bad Oldesloe, der im Bereich der Grabung ‚Wolkenwehe’ des archäologischen Projektes ‚Megalithanlagen und Siedlungsmuster in Ostholstein’ liegt sowie der Große Segeberger See, der in den Sedimenten des frühen Subboreals ebenfalls Jahresschichtung aufweist. Der Poggensee repräsentiert als kleines Gewässer (Durchmesser 300 m, Fläche 0,08 km²) eine Mikroregion (vergl. Abbildung ‚Archive’), während der nur 14 km nördlich gelegene Große Segeberger See mit 1,73 km ² eine Mesoregion widerspiegelt.

 

Eine weitere Bohrung im Woseriner See im Sommer 2012 erbrachte eine 20m mächtige, weitgehend jahresgeschichtete, das Holozän umfassende Sedidmentfolge. Die hochauflösende Analyse des neolithischen Abschnittes soll eine Ausweitung der im östlichen Schleswig-Holstein begonnenen hochauflösenden Rekonstruktion der Umwelt und Landnutzungsgeschichte im südlichen Teil der Trichterbecher Nordgruppe ermöglichen. 

Comparison of regional pollen assemblage zones (RPAZ) with archaeological periods by MÜLLER et al. (2012). EN: Early Neolithic; MN: Middle Neolithic; YN: Younger Neolithic; LN: Late Neolithic. Selected average curves (50 year moving average, in grey standard deviation) of palaeoenvironmental proxies from all four profiles are given: Sum of relative abundance of pollen of Ulmus, Fraxinus, Quercus and Tilia (mixed oak forest species); relative abundance of Plantago lanceolata pollen (TTP: total terrestrial pollen); spectra scores on 2nd axis of non-metric multidimensional scaling (NMDS).

Die palynologischen Untersuchungen am Poggensee sowie neue und überarbeitete Chronologien für die Pollenprofile des Belauer Sees, des Großen Segeberger Sees und des Seefelder Sees dienen als Grundlage für die zeitlich hochauflösende Beschreibung pollenstratigraphischer Entwicklungen und Ereignisse im östlichen Schleswig-Holstein (Feeser et al. 2012). Der Vergleich mehrerer Pollendiagramme ermöglicht hierbei die Differenzierung von lokalen und regionalen Effekten der Landschaftsöffnung, Landnutzungsintensität und Vegetationsdynamik. Die Gegenüberstellung paläoökologischer und archäologischer Entwicklungen im Untersuchungsgebiet erlaubt detaillierte Aussagen zur Mensch-Umwelt Interaktion zwischen ca. 4750–2100 cal BC. Die frühesten Hinweise auf anthropogene Störungen der atlantischen Eichenmisch-Urwälder datieren in das ausgehende Mesolithikum (ca. 4600 cal BC). Ab 4100 cal BC ist mit einer zunehmenden Auflichtung der Wälder und dem Beginn bäuerlicher Wirtschaftweise – Viehzucht in Verbindung mit Waldweide und kleinflächigem Getreideanbau – zusammen mit Brandrodungsaktivitäten zu rechnen. Eine Ausdehnung landwirtschaftlicher Aktivitäten und damit die Entstehung größerer Flächen dauerhaften Offenlandes wird für die Zeit nach ca. 3750 cal BC postuliert. Diese Entwicklung wird in Zusammenhang mit der Einführung des Hakenpflugs gebracht. Zeitgleich mit dem Beginn der Hauptphase der Anlage von Großsteingräbern ab ca. 3500 cal BC gibt es Hinweise auf eine Intensivierung der landwirtschaftlichen Aktivitäten. Ein (über-) regionaler ökonomischer und kultureller Zusammenbruch megalithischer Gruppen um 3125 cal BC wird als Folge einer bereits um ca. 3350 cal BC einsetzenden Klimaverschlechterung diskutiert. Eine erneute Zunahme menschlicher Aktivität erfolgte mit dem Beginn des Jungneolithikums ab ca. 2900 cal BC. Im Gegensatz zu den älteren neolithischen Abschnitten treten lokale Entwicklungen mehr in den Vordergrund, d.h. Landnutzungsstrategien und -schwerpunkte waren stärker kleinräumig differenziert. Als Ursache veränderter Aktivitätsmuster nach 2450 wird eine kurzfristige Klimaverschlechterung zwischen ca. 2450–2300 cal BC, vermutlich in Folge des Hekla 4 Vulkanausbruches auf Island, diskutiert.

Modellhafte Darstellung von Archive und räumliche Skalen im Rahmen von paläoökologischen Untersuchungen
Modellhafte Darstellung von Archive und räumliche Skalen im Rahmen von paläoökologischen Untersuchungen
Bohrkern mit Blattabdruck
Bohrkern mit Blattabdruck

In der palynologischen Untersuchungen der Sedimente vom Poggen- und Großem Segeberger See ging es vor allem darum, den neolithischen Profilabschnitt hoch aufzulösen (10 bis 20 Jahre/Probe), die neuen Kerne mit den Alt-Untersuchungen zu konnektieren und gegebenenfalls an einzelnen markanten Ereignissen auch eine jahrgenaue Beprobung vorzunehmen. Da die Jahresschichtung in den meisten Fällen nur durch Dünnschliffe auszuzählen ist, ist hier eine sehr enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe ‚Klima- und Umweltentwicklung’ (Dreibrodt/Bork/Brauer) angestrebt. Eine Absicherung der Datierung durch 14C Daten erfolgt durch die gezielte Erfassung und Entnahme von datierbarem Material (z. B. Blattlagen; siehe Foto).

Karte bisher erfasster und digitalisierter 14C-datierte Pollendiagramme.

Durch die an unserem Hause in Zusammenarbeit mit der vulkanologischen Arbeitsgruppe am GEOMAR (C. van den Bogaard) durchzuführende Tephra-Analyse soll eine Konnektierung zu bestehenden Diagrammen, wie dem des Belauer Sees, der in einer Kieler Dissertation von Julian Wiethold zeitlich hochauflösend bearbeitet wurde, erfolgen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt daher im Aufbau einer Datenbank mit Originaldaten existierender palynologischen Untersuchungen aus dem norddeutschen Raum mit dem Ziel, nach kritischer Datenbewertung, weitere relevante, zum Vergleich heranzuziehende Pollendiagramme zu erfassen.

Near-site Untersuchungen im Umfeld der Ausgrabung Oldenburg-Dannau (LA77): Kernfolgen und Lage der Transektbohrungen DAN 1-4 mit Markierung der pollenanalytisch untersuchten Abschnitte.
Near-site Untersuchungen

Geeignete Archive zur Rekonstruktion der lokalen Siedlungs- und Landnutzungsgeschichte wurden in unmittelbarer Nähe der Ausgrabungen Oldenburg-Dannau (LA77) und Wolkenwehe (LA 154) lokalisiert und erbohrt. Im Umfeld der Grabungen Albersdorf-Dieksknöll, Olbetal-Hundisburg und Schmerlecke waren entsprechende Prospektionen nicht erfolgreich.

On-site Untersuchungen

Eine Analyse von on-site Proben, d.h. Proben aus direktem archäologischem Kontext, erfolgte nur nach einer strengen Vorauswahl. Von entscheidender Bedeutung war hierbei eine spezielle Fragestellung in Verbindung mit einer zu erwartenden auswertbaren Pollenkonzentration.

Die durchgeführten Arbeiten umfassten unter anderem:

  • die Analyse von fossilen Bodenhorizonte und Sodenpackungen/Hügelaufschüttungen aus
  • Megalithgräbern
  • Multidisziplinäre Untersuchungen am Brunnen von Oldenburg-Dannau
  • die Aufarbeitung pollenanalytischer Altdaten der Grabung Büdelsdorf

Botanische Großrestanalyse

Material und Methoden

Datenbanken

Erste Ergebnisse

Fundkonzentrationen

Kulturpflanzen

Getreidespektren

Hülsenfrüchte, Öl- und Faserpflanzen

Sammelpflanzen

Sproßknollen des Glatthafers

Speicherknollen des Scharbockskrauts

Bedeutung von Sammelwirtschaft und Getreidebau

Diachrone Entwicklungen

Vergleich der Makrorest-Ensembles in Siedlungen, Gräbern und Erdwerken

Untersuchung eines mit Abfall verfüllten Brunnen aus Oldenburg-Dannau LA 77

Untersuchungsobjekte der Großrestanalyse sind Samen, Früchte und vegetative Pflanzenreste zumeist aus archäologischen Schichten. Sie zeigen, welche Pflanzen in der Vorgeschichte verarbeitet und konsumiert wurden. Auf diese Weise geben sie Einblick in die prähistorische Landnutzung und Landwirtschaft.

Das archäobotanische Zentralprojekt zur Differenzierung von Landwirtschaft und Umwelt als Grundlage früher Monumentalität im Neolithikum Norddeutschlands arbeitet insbesondere mit den Teilprojekten innerhalb des SPP 1400 eng zusammen, die archäologische Ausgrabungen durchführen. Um darüber hinaus eine möglichst breite Datenbasis zu gewinnen, bestehen enge Kooperationen mit den Archäologischen Landesämtern und Museen im Verbreitungsgebiet der Trichterbecherkultur. So wird neolithisches Material verschiedener Rettungsgrabungen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg in die Untersuchungen einbezogen. Desweiteren werden im Zentralprojekt zur Landwirtschaftsentwicklung auch Siedlungsgrabungen des Moesgård Museum, Højbjerg, Dänemark, auf Fünen archäobotanisch begleitet.

Neben den neuen Untersuchungen werden zudem bereits publizierte Daten von Behre und Kučan (1994); Kroll (1981; 2001; 2007); Steffens (2009) in die Auswertungen einbezogen.

Anleitung zur Gewinnung der Pflanzenreste aus einer Mineralbodenprobe in Albersdorf.
Anleitung zur Gewinnung der Pflanzenreste aus einer Mineralbodenprobe in Albersdorf.
Aufschlämmen der Bodenprobe mit Wasser in Schmerlecke.
Aufschlämmen der Bodenprobe mit Wasser in Schmerlecke.
Siebrückstand (verunreinigt mit rezenten Wurzeln und Blättern).
Siebrückstand (verunreinigt mit rezenten Wurzeln und Blättern).

Material und Methoden

 

 

 Bisher konnten 50 neue archäobotanische Untersuchungen an neolithischen Fundplätzen verschiedener Kategorien, Siedlungen, Gräber und Grabenwerke, durchgeführt werden. Der zeitliche Rahmen umfasst die Zeit von 3600 v. Chr. bis 1700 v. Chr. mit einem deutlichen Schwerpunkt im Mittelneolithikum 3300 bis 2800 v. Chr. Die Probennahmestrategie richtete sich nach dem archäologischen Kontext, den Erhaltungsbedingungen und nach dem Umfang der Ausgrabungen. Prinzipiell werden aus allen archäologischen Befunde Proben genommen. Ergänzend zur Beprobung geschlossener Befunde tritt insbesondere für großflächige Strukturen wie Kulturschichten und Gräben, die Probennahme in Rastern unterschiedlicher Dichte.

Überwiegend liegen die archäologischen Fundplätze auf gut durchlüfteten Mineralböden in denen nur verkohlte Pflanzenteile erhalten bleiben. Hier beträgt die Standardprobengröße 10 Liter. Die Bodenproben werden möglichst noch auf der Ausgrabung nach der Flotationsmethode aufgearbeitet. Für größere Probenserien wurden 2011 zwei Schlämmanlagen mit geschlossenen Wasserkreisläufen konstruiert. Stets werden die aufgeschwemmten Pflanzenreste durch Dekantieren in einem Sieb mit 0,3 mm Maschenweite aufgefangen. Die Siebrückstände werden im Labor für Archäobotanik des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel getrocknet und untersucht.

Eine gute Erhaltung unverkohlter Pflanzenreste gibt es bisher nur an dem Fundplatz Oldenburg-Dannau LA 77, wo durch einen anhaltend hohen Wasserstand der Abbau der organischen Substanz weitgehend unterbunden wurde. Von solchen Feuchtsedimenten werden kleine Probenmengen von einem bis drei Litern genommen und über einen mehrteiligen Siebsatz mit 0,3 mm als kleinster Maschenweite gewaschen. Die Siebfraktionen werden dann, wie auch die Siebrückstände der Trockenbodenproben, unter einer Binokularen durchgemustert und bestimmbare Pflanzenteile ausgelesen. Die Bestimmung der Pflanzenreste erfolgt mit Hilfe einer rezenten Vergleichssammlung und einschlägiger Literatur.

 

Datenbanken

 

 

Alle Ergebnisse der Makrorestanalysen werden in die Archäobotanische Datenbank „ArbotDat“ des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen (Kreuz und Schäfer 2002) eingegeben und mit dieser Datenbank verwaltet und ausgewertet. Die Ergebnisse stehen somit in einer Form zur Verfügung, die auch einen leichten Datenaustausch mit FachkollegInnen in Zukunft ermöglicht. Darüber hinaus sind die Daten teilweise schon, und werden weiterhin, in die Rahmendatenbank des SPP 1400 eingelesen und stehen allen Teilprojekten in der gemeinsamen Auswertungsphase zur Verfügung.

Konzentrationen verkohlter Pflanzenreste in verscheiden Fundplatzkategorien. Dargestellt ist die Zahl der Pflanzenreste pro 10 l

Erste Ergebnisse

Fundkonzentrationen

 

 

An den Mineralbodenplätzen ist die Konzentration verkohlter Pflanzenreste im Allgemeinen sehr gering, wenn auch in den verschiedenen Fundplatzkategorien unterschiedlich. Die geringste Konzentration haben die Grabenwerke, gefolgt von den Gräbern. Siedlungen weisen im Durchschnitt eine etwas höhere Konzentration auf. Hierin bildet sich möglicherweise die nicht profane Nutzung von Grabenwerken und Gräbern ab.

Die relativ hohe Fundkonzentration in Oldenburg-Dannau LA77 geht zum Teil, aber nicht ausschließlich, auf einen als Brunnen interpretierten Befund zurück, der mit verschiedenem Material u. a. auch verkohlten Pflanzenresten verschiedener Herkunft verfüllt wurde (Brozio et al. in Revision). Ohne diesen Brunnen hat die Siedlung von Oldenburg-Dannau immer noch eine Konzentration von rund 100 Resten pro 10 Liter. Im nordeuropäischen Neolithikum ist generell eine nur geringe Konzentration verkohlter pflanzlicher Reste zu beobachten, wie im Vergleich mit anderen Projekten deutlich wird (vgl. Kirleis et al. 2012). Mögliche Hintergründe könnten eine geringe Besiedlungsdichte oder kurze Nutzungszeiten der Siedlungen sein. Auch taphonomishe Gründe können ausschlaggebend sein wie etwa eine nur geringe Überdeckung der Siedlungsschichten, die zu einer schlechten Erhaltung führt. Einen Zusammenhang zwischen der Erhaltung verkohlter Pflanzenreste sowie der Zahl der nachgewiesen Taxa und der Tiefe der Fundschichten zeigt beispielsweise H. Kroll (im Druck) auf. Diese Aspekte sollen in der Auswertungsphase weiter diskutiert werden.

Spindelglieder vom tetraploidem Nacktweizen

Kulturpflanzen

Getreidespektren

 

 

Im Raum der Trichterbecherkultur wurde Gerste (Hordeum vulgare), Emmer (Triticum dicoccum), Einkorn (T. monoccum) und Nacktweizen (T. aestivum/durum/turgidum) angebaut. Überraschend ist der Nachweis von tetraploidem Nacktweizen (T. durum/turgidum), durch eine Vielzahl typischer Spindelglieder aus der frühneolithischen Siedlung Frydenlund (Fünen, Dänemark), die durch ein Radiokarbon-Datum auf 3600 v. Chr. datiert ist. Zusammen mit dem Abdruck von Spindelgliedern in einer Keramikscherbe aus dem Erdwerk Albersdorf-Dieksknöll (ante quem 3650 v. Chr.) sind dies die bisher nördlichsten Nachweise für tetraploiden Nacktweizen (Kirleis, Fischer in Vorbereitung), die den Anbau der heute eher mediterranen Weizensippen in der frühen Trichterbecherkultur belegen.

 

Vergleich der Anteile der Getreidearten in den Siedlungen auf der Grundlage der verkohlten Getreidekörner. Eingegangen sind Fundkomplexe mit mehr als 30 Getreidekörnern.

Räumliche und zeitlich Muster des Getreidebaus

Es zeichnen sich räumliche und zeitliche Muster im Getreidebau ab, die aber noch weiterer Auswertung und Überprüfung durch Materialuntersuchungen bedürfen: So scheint Nacktweizen in der frühsten erfassten Phase der TBK eine bedeutende Rolle gespielt zu haben, die in den späteren Phasen deutlich geringer ist. Ein Massenfund von Nacktweizen aus dem Spätneolithikum in Bosau, Ostholstein (Kroll 1980) dokumentiert den zwar späteren Anbau von Nacktweizen, gibt aber als Vorratsfund keinen Maßstab für dessen Bedeutung. Wichtigste Getreide im gesamten Raum der Trichterbecherkultur sind Gerste und Emmer. In der mitteldeutschen Lössregion scheinen im frühen und mittleren Neolithikum überwiegend Emmer und Einkorn angebaut worden zu sein (Fundplätze Belleben I und Olbetal-Haldensleben).

Hirseanbau schon in der Zeit der Trichterbecherkultur?

Nachweise der Echten Hirse (Panicum miliaceum) stammen nur aus wenigen Fundkomplexen. Es handelt sich dabei stets nur um einzelne Körner, von denen kein gezielter Anbau abgeleitet werden kann. Denkbar ist eine Beimischung von Hirse als Unkraut unter den anderen Getreiden. Bisher geht man von einem gesicherten Hirseanbau erst seit der Bronzezeit aus (Behre 1998). Unabhängige 14C-Datierungen sehr früher Hirsefunde sind daher von besonderem Interesse. Problematisch ist, dass mindestens zwei Körner aus demselben Kontext vorliegen müssen, um die für eine präzise Datierung empfohlene Menge Kohlenstoff zu erbringen. Bisher konnte so erst aus vier Fundzusammenhängen genügend Material gewonnen werden. Eine der Datierungen bringt tatsächlich ein jung- bis spätneolithisches Alter für die Hirsekörner (Rathsdorf Fpl. 5: 2462-2141 cal BC), während die anderen Ergebnisse auf Bioturbation und vermischtes Material hinweisen (Lüdelsen Fpl. 7: 908-797 cal BC und 1013-835 cal BC; Haldensleben-Olbetal: 1611-1452 cal BC).

Hülsenfrüchte, Öl- und Faserpflanzen

 

 

Auffällig ist das weitgehende Fehlen von Hülsenfrüchten und Öl- und Faserpflanzen. Die einzigen sicheren, neolithischen Belege von Hülsenfrüchten gehen auf das Jung- und Spätneolithikum zurück. Es handelt sich um den Nachweis einer Linse in Altgaul (Märkisch-Oberland, Brandenburg) und einer Erbse in Bad Oldesloe-Wolkenwehe. Vom Gebauten Lein (Linum usitatissimum) liegen bisher keine sicheren neolithischen Nachweise vor. Schlafmohn (Papaver somniferum) ist dagegen ist für einen mittelneolithischen Fundplatz Wangels LA 505 (MN V) in Ostholstein durch mehrere verkohlte und subfossil-feuchterhaltene Samen belegt (Kroll 2001; Kroll 2007). Vermutlich wurde der Eiweiß- und Fettbedarf in der frühen Phase des Ackerbaus noch durch tierische Produkte gedeckt.

Sammelpflanzen

 

 

Neben den aus heutiger Sicht typischen Sammelpflanzen wie Hasel (Corylus avellana), Brombeere (Rubus fruticosus), Himbeere (Rubus idaeus), Hagebutte (Rosa) und anderen muss man für die Vergangenheit davon ausgehen, dass noch weitaus mehr Pflanzenarten gesammelt und für die menschliche Ernährung genutzt wurden. Hinweise darauf liefern Massenfunde (Vorräte) der Arten, ein regelmäßiges Vorkommen in verkohlter Form in bestimmten Epochen oder auch ethnographische Überlieferungen. Tabelle 1 stellt die als Sammelpflanzen in Betracht kommenden Taxa der untersuchten Fundkomplexe zusammen. Zur ausführlichen Diskussion der Taxa als Sammelpflanzen siehe Kirleis et. al (2012), Behre (2008), Kroll (im Druck). Ergänzend zu den dort genannten Arten können zwei weitere als Sammelpflanzen ausgewiesen werden: Da die verkohlten Reste von Glatthafer in der Form bulbosum (Arrhenatherum elatius var. bulbosum) und vom Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) in Siedlungsschichten nachgewiesen wurden, ist davon auszugehen, dass sie wohl  ebenfalls zu Nahrungszwecken gesammelt wurden.

Verkohlte Apfelhälften
Verkohlte Apflehälfte

In mehr als Dreiviertel der Fundplätze sind Sammelpflanzen nachgewiesen. Am weitaus häufigsten, gemessen an der Zahl der Fundkomplexe in denen eine Art vorkommt, ist die Haselnuss. Der Weiße Gänsefuß (Chenopodium album) ist regelmäßig vertreten, meist aber nur mit wenigen Samen. Die große Zahl seiner Nachweise geht auf den sehr reichhaltigen Brunnen in Oldenburg Dannau LA 77 (Brozio et al. in Revision) zurück. Weitere stetig vorkommende mögliche Sammelpflanzen sind der Windenknöterich und der Heckenknöterich (Polygonum convolvulus/dumetorum), Brombeere (Rubus fruticosus), der Ampfer- oder Floh-Knöterich (Polygonum lapathifolium/persicaria) und die Trespen-Arten (Bromus). Bis auf die Brombeere sind Nachweise von Sammelobst, wie in vielen Trockenboden-Fundkomplexen, eher selten. Sie wurden vermutlich frisch verzehrt und kamen daher kaum mit Feuer in Kontakt. Äpfel (Malus) wurden dagegen schon im Neolithikum durch Trocknung konserviert, wie die zahlreichen Funde verkohlter Apfelhälften und ganzer Früchte aus dem Brunnenbefund in Oldenburg-Dannau LA 77 belegen. Neben diesem Massenfund wurden bisher aber nur in zwei weiteren Fundkomplexen wiederum aus dem Oldenburger Graben, Wangels LA 505 (Kroll 2001; 2007) und Oldenburg-Dannau LA 191 (Kroll 1981), verkohlte Apfelreste gefunden.

Wassernuss (Trapa natans)

Bemerkenswert sind die Funde von Haken und Schalenbruchstücken der wärmeliebenden Wassernuss (Trapa natans) ebenfalls im Brunnen von Oldenburg-Dannau LA 77. Weitere prähistorische Funde aus Schleswig-Holstein sind bei Overbeck (1975) zusammengestellt. Die heutige Arealgrenze verläuft nördlich der Linie Oberrhein, Ems-, Weser- und Spreegebiet (Rothmaler 1986). In Schleswig-Holstein sind aus der jüngeren Vergangenheit aber noch zwei erloschene Vorkommen bei Bad-Segeberg und Satrup bekannt (http://www.floraweb.de/).

Verkohlte Sprossknollen des Glatthafer

Sproßknollen des Glatthafers

 

 

In der ersten Antragsperiode des SPP wurden erstmals auch in Deutschland Sproßknollen des Glatthafers für das Neolithikum nachgewiesen. Sie stammen aus einer spätneolithischen Grababdeckung Albersdorf-Brutkamp (Dithmarschen, Schleswig-Holstein) und wurden als Beigabe oder Teil der natürlichen Vegetation der Grabumgebung interpretiert, die durch ein möglicherweise rituelles Feuer verkohlt sind (Röhrs et al. 2012). Inzwischen wurden im Rahmen der Untersuchungen in weiteren Fundkomplexen ebenfalls verkohlte Sproßknollen des Glatthafers nachgewiesen, wiederum aus Gräbern, in Albersdorf-Bredenhoop (Dithmarschen, Schleswig-Holstein), Friedrichsruhe (Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern) und Frydenlund (Fünen, Dänemark), aber auch aus mehreren Siedlungsbefunden von Frydenlund. Diese Funde zusammen mit anderen Nachweisen aus neolithischen Siedlungen, können auch als Hinweis auf eine Nutzung der stärkereichen Speicherbasen zur menschlichen Ernährung gewertet werden.

Verkohlte Speicherknollen des Scharbockskraut

Speicherknollen des Scharbockskrauts

 

 

In der frühneolithischen Siedlung Frydenlund kommen mit großer Stetigkeit, in fast der Hälfte der Befunde, verkohlte Speicherknollen des Scharbockkrauts vor. Sie sind aufgrund ihrer Oberfläche, der großen Speicherzellen im Inneren, dem Formenspektrum und dem typischen Aufplatzen im Vergleich mit rezentem, verkohltem Material eindeutig zu bestimmen. Auch aus historischer Zeit ist die Nutzung der Knollen als Zusatznahrung  Zeit überliefert (Hegi s. v. Ranunculus ficaria). Sie sind zum Ende der Vegetationsperiode des Frühblühers mit Stärke gefüllt und überdauern bis zum nächsten Frühjahr im Boden. Daher stehen sie während fast des ganzen Jahres als wertvolle Nahrungsreserve zur Verfügung. Die Häufigkeit und Zahl der Funde (181) in Frydenlund sprechen für eine erhebliche Bedeutung der Wurzelknollen für die Ernährung in der Siedlung.

Bedeutung von Sammelwirtschaft und Getreidebau

 

 

In den meisten Trockenboden-Fundkomplexen wird mit den verkohlten Pflanzenresten nur „die Spitze des Eisbergs“ der an den Plätzen genutzten Pflanzen erfasst. Entscheidend für die Erhaltung ist die Möglichkeit, mit Feuer in Kontakt zu kommen. Sie wird wesentlich vom Umgang mit dem Feuer, durch die Art der Nutzung und der Nahrungszubereitung bestimmt. So sind Getreide, die am Feuer zubereitet werden, im Allgemeinen gut repräsentiert, während Arten, die roh verzehrt werden, weitgehend fehlen (Willerding 1971, 1991). Darüber hinaus spielt die Größe und Struktur der Pflanzenreste eine Rolle. Zum Beispiel bleiben die kleinen ölreichen Samen des Schlafmohns relativ selten verkohlt erhalten. Wie groß die Lücke zwischen dem tatsächlich in einer Siedlung genutzten Pflanzenspektrum und dem in einem verkohlten Fundensemble erhaltenen ist, wird durch die Untersuchung feucht erhaltener Kulturschichten deutlich. Sie weisen meist eine viel höhere Anzahl und Diversität nicht nur an Sammelpflanzen auf, sondern auch an Unkräutern und Pflanzenresten aus der Umgebung (Jacomet im Druck). Innerhalb einer Siedlung ist daher das Verhältnis der verkohlten Resten von Getreiden zu Sammelpflanzen nicht aussagekräftig. Setzt man gleiche Filter, Verwendung und Zubereitung der pflanzlichen Ressourcen, in einer Periode voraus, dürften aber Siedlungen untereinander vergleichbar sein, und Verschiebungen des Verhältnisses auf unterschiedliche Bedeutungen von Sammel- und Kulturpflanzen, insbesondere Getreide, hindeuten.

Abb. 5: vergleich der Anteile von Sammelpflanzen von waldnahen Standorten und Getreidekörnern in Siedlungen. Eingegangen sind Siedlungen mit mindestens insgesamt 50 nachgewiesenen Getreidekörnern und Resten von Sammelpflanzen
Diachrone Entwicklungen

 

 

Eine zeitliche Differenzierung ist bei der Gegenüberstellung der Anteile von Sammelpflanzen und Getreide in den neolithischen Siedlungen zu beobachten. Abb. X ist eine modifizierte Fortschreibung der Auswertung in Kirleis et al. (2012) und bestätigt die dortigen Ergebnisse. Sie wurde ergänzt um die neueren Untersuchungen der Siedlungen von Frydenlund, Lavenstedt und zusätzliche Ergebnisse für Oldenburg-Dannau LA 77 und dahingehend modifiziert, dass nur die Sammelpflanzen aus Wäldern und von waldnahen Standorten einbezogen wurden, um einzugrenzen welche Pflanzenformationen genutzt wurden.

Zusammenfassend scheinen in den frühneolithischen Siedlungen die Sammelpflanzen von waldnahen Standorten eine größere Rolle für die menschliche Ernährung gespielt zu haben als im Mittelneolithikum. Anders ausgedrückt, hat die Bedeutung des Getreidebaus im Mittelneolithikum zugenommen. Pollendaten zeigen ab 3750 cal. BC eine Intensivierung der Landwirtschaft (Feeser et al. 2012), die sehr gut zu diesen Ergebnissen der Makrorestanalysen passt. Die beiden frühneolithischen Siedlungen datieren um den Beginn der Intensivierung. Für diesen Zeitraum wird schon eine permanente Öffnung der Landschaft und Entstehung neuer Habitate angenommen, die mit der Einführung des Hakenpfluges in Zusammenhang stehen könnte (Feeser et al. 2012). Ein anderes landwirtschaftliches System wird für den Zeitraum von 4100 bis ca. 3750 v Chr. postuliert, mit nur kleinflächigem Getreideanbau, Viehzucht und Waldweide in Zusammenhang mit Brandrodungen (Feeser et al. 2012). Anders als für Südskandinavien, wo die Einführung des Ackerbaus schon für den Zeitraum von 4000-3700 v. Chr. nachgewiesen ist (Sörensen und Karg 2012), konnte diese erste Phase des Ackerbaus in der südlichen TBK Nordgruppe durch Makroreste bisher noch nicht belegt werden. Von besonderem Interesse ist die Bedeutung der Nacktweizen und speziell des tetraploiden Nacktweizens. Möglicherweise haben sie in der ersten Phase des Ackerbaus eine wichtige Rolle gespielt, wie man es anhand der  bisher ältesten Getreidespektren von Frydenlund und Rastorf LA 6 vermuten könnte. Nicht zuletzt durch die Nachweise des tetraploiden Nacktweizens  lassen sich Bezüge zum Ackerbau der jungneolithischen Pfahlbausiedlungen des Alpenvorlandes aufzeigen, in denen diese Art das Hauptgetreide stellte (u. a. Hosch und Jacomet 2004; Maier 1996; 1999).

Vergleich der Kulturpflanzen- und Sammelpflanzenanteile: Für die Auswahl wurden bei den Siedlungen mindestens 50 verkohlte Reste von Getreidekörnern und Sammelpflanzen zugrunde gelegt, den Gräbern und Grabenwerken mindestens 10 Reste

Vergleich der Makrorest-Ensembles in Siedlungen, Gräbern und Erdwerken

 

Zu den Fragenstellungen des SPP gehören auch die nach der Funktion der Grabenwerke und nach Grabriten, etwa in Form pflanzlicher Beigaben. Um diesen Fragestellungen von archäobotanischer Seite nachzugehen, wurden von Kirleis et al. (2012) die Anteile von Sammel- und Kulturpflanzen in den verschieden Fundkategorien zeitlich getrennt ausgewertet. Diese Auswertung ist hier um die neueren Untersuchungen von vier Siedlungen, sieben Gräbern und das Grabenwerk Dieksknöll ergänzt.

Bei den Pflanzeninventaren der Gräber zeigt sich in der Gesamtheit die gleiche Tendenz, nämlich dass der Anteil der Sammelpflanzen den der Kulturpflanzen überwiegt. Einzelne Gräber weichen davon aber stark ab, z. B. Küsterberg-Hundisburg, dort wurden nur Getreidereste gefunden, bei einer allerdings sehr geringen Fundzahl, die kaum als repräsentativ zu werten ist.

Noch schwieriger ist die Interpretation der Pflanzenfunde in den Grabenwerken, auch deshalb weil sie schon archäologisch keiner einheitlichen Funktion zugeordnet werden können. Das Grabenwerk vom Dieksknöll hat keine Innenbebauung und wird als Anlage mit ritueller Funktion gedeutet (Dibbern 2012). Das unterstreichen auch die Ergebnisse der botanischen Untersuchungen, die für keine der beiden untersuchten Nutzungsphasen Reste von Kulturpflanzen nachweisen konnte. Stattdessen sind ausschließlich Wildpflanzenreste nachgewiesen, die teilweise auch als Sammelpflanzen angesehen werden können (Klooß und Kirleis 2012a). In der möglicherweise multifunktional genutzten Kreisgrabenanlage Belleben I (Rück 2012) überwiegen dagegen die Reste von Kulturpflanzen.

In den kultischen Anlagen scheint insgesamt die Anzahl der Reste von möglichen Sammelpflanzen gegenüber den Kulturpflanzenreste zu überwiegen, bei allerdings sehr geringen Fundzahlen und Konzentrationen. Die Interpretation ist daher schwierig. Grundsätzlich können die Wildpflanzen als Teil der Umgebungsvegetation beim Bau und der Nutzung der Anlagen verkohlt sein. Denkbar ist auch der rituelle Einsatz als Opfergaben, wobei dann der Aspekt der differenziellen Nutzung interessant ist (Kirleis und Klooß im Druck). Eindeutige Hinweise auf pflanzliche Opfergaben durch eine höhere Konzentration verkohlter Pflanzenreste fehlen aber noch im Material der Trichterbecherkultur.

Untersuchung eines mit Abfall verfüllten Brunnen aus Oldenburg-Dannau LA 77

 

Einen besonderen Befund stellt der mittelneolithische Brunnen von Oldenburg-Dannau LA 77 dar, der innerhalb eines kurzen Zeitraums, im 31. Jahrhundert v. Chr., mit verschieden Siedlungsabfällen, Tierknochen, verkohlten Pflanzenresten und archäologischen Artefakten, wie Mahlsteinen, Flintäxten und Keramik, verfüllt wurde. Er wurde interdisziplinär mit Methoden der Archäologie, Archäozoologie, Pollenanalyse und Makrorestanalyse untersucht (Brozio et al. in Revision).

Die gut erhaltenen und zahlreichen Funde geben einen wichtigen Einblick in die Lebensweise und Ökonomie in der küstennahen Siedlung, der vom Brunnenbau über Tierhaltung, Herstellung und Gebrauch von Werkzeugen bis zum Getreideanbau und Getreideverarbeitung reicht. Verkohlte Getreidereste, neben Körnern zahlreiche Druschabfälle von Emmer und Gerste, zeigen, dass Getreide weitgehend unverarbeitet in der Siedlung gelagert und erst bei Bedarf aufbereitet wurde. Zusammen mit der großen Zahl zerbrochener Mahlsteine unterstreichen sie die Bedeutung des Getreideanbaus in der späten TBK. Darüber hinaus lassen eine große Zahl verkohlter Hälften und Bruchstücke von Apfel eine planvolle Nutzung, Ernte und Konservierung der Früchte erkennen. Die große Zahl von 1600 Resten von Wildkräutern ist bisher einzigartig für die neolithischen Fundplätze in Norddeutschland und auf besonders günstige Erhaltungsbedingungen zurückzuführen.

Neben typischen Arten der Ruderal- und Segetalvegetation sind auch Grünlandarten gut repräsentiert. Sie waren möglicherweise ebenfalls Teil der Ackervegetation und charakterisieren eine nur extensive Bodenbearbeitung mit dem Hakenpflug sowie Brachephasen. Es bleibt aber weiteren Untersuchungen und Auswertungen vorbehalten zu klären, in wieweit Grünlandarten typische Begleiter der mittelneolithischen Ackerunkrautvegetation waren.