Bevölkerungsdichte, Kommunikationsstrukturen und Traditionsräume in der Trichterbecherkultur

Das Teilprojekt zur Demographie der Trichterbecherzeit in Norddeutschland verfolgt primär die Frage nach der Anzahl der in Megalithgräbern bestatteten Personen. Ein längerfristiges Ziel besteht darin, Näherungswerte für die Gesamtbevölkerungsdichte zur Zeit der Trichterbecherkulturen zu berechnen. Mit dieser inhaltlichen Fragestellung ist ein methodengenerierender Ansatz verbunden. Dieser besteht in der hierarchischen Gliederung und Verknüpfung verschiedener für die Bevölkerungsdichte relevanter Faktoren im Rahmen eines Rechenmodells. Bei der Berechnung werden Methoden aus der Geostatistik und der Paläodemographie verwendet.

Zu folgenden für die Bevölkerungsdichte relevante Faktoren sollen nachvollziehbare Schätzwerte berechnet werden:

  • Wie groß war die Population, die in einem Kollektivgrab bestattete?
  • Wie viele Megalithgräber sind nicht mehr erhalten?
  • Wie viele Megalithgräber wurden gleichzeitig benutzt?
  • Wie groß sind die Regionen ab einer bestimmten Fundstellendichte?
  • Welchen Anteil haben die verschiedenen Bestattungsformen an den Bestattungen insgesamt?