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Verwandtschaft, Abstammung und Phänotyp. Genetische Zusammensetzung mittelneolithischer Populationen und ihre Beziehung zu sozialen Differenzierungen 3400-3000cal BC

Ziel dieses Teilprojektes ist die Verknüpfung der Erkenntnisse über neolithische Monumentalität in Nordmitteleuropa, als Ausdruck kultureller Identität, mit Erkenntnissen über Verwandtschaftsmuster und Mobilität neolithischer Gemeinschaften, als Ausdruck sozialer Identität. Hierfür sollen ca. 250 Individuen aus vier unterschiedlichen neolithischen Kollektivgräbern hinsichtlich ihrer mitochondrialen sowie chromosomalen DNA (Desoxyribonukleinsäure) untersucht werden. Die erwirtschafteten Daten werden Informationen über Verwandtschaft, genetische Komposition sowie die regionale Herkunft neolithischer Siedler liefern. Hauptziel ist die Verwandtschaftsrekonstruktion innerhalb einzelner Kammergräber sowie die Beziehungen dieser untereinander, um das rituelle Bestattungsverhalten der neolithischen Populationen sowie ihre Zusammensetzung nachvollziehen zu können. Ableitend hieraus soll, in Kontextualisierung mit den Ergebnissen anderer Teilnehmer des Schwerpunktprogramms, ein detailliertes Bild der sozialen und kulturellen Struktur neolithischer Gemeinschaften dargestellt werden, wie zum Beispiel Autorität aufgrund von Verwandtschaft oder Wissen. Damit kann entscheidend zur Klärung sozialer Differenzierungen beigetragen werden. Darüber hinaus sollen molekulargenetische Analysesysteme zur Identifikation des Phänotyps entwickelt und angewendet werden. Diese können zusätzlich Hinweise auf mögliche demographische Veränderungsprozesse im Laufe des Neolithikums liefern.

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